Nu machma bisken hinne

Ach, die Berliner Busse. Das ist schon ein Kreuz.
Selbst wenn sie pünktlich sind – sie sind einfach übervoll.
Sie müßten in kürzeren Zeitabständen verkehren.
Na ja, Busfahrer möchte man ja auch nicht unbedingt sein.
Oder Busfahrerin.

Es war der 176er, der fuhr gerade Richtung Steglitz.
Natürlich blockierten zwei große Kinderwagen den
Raum voor der Mitteltür und ein Rollstuhlfahrer wollte
auch noch hinein. Und von der vorderen Tür drängte
noch ein paar Leute zur Mitte, aber es ging und ging
nicht vorwärts. Die Leute bewegten sich einfach nicht.

Eine ziemlich resolute Busfahrerin mit einer wirklich
irren Frisur und auch sonst irgendwie ein bißchen
abgefahren rief: „Bitte durchtreten!“ „Bitte, gehen Sie
doch weiter.“ „Durchtreten bitttte!!!!
Sie wollte halt auch zur Mitte, um noch einen Platz für
den Rollstuhlfahrer zu schaffen. „ Nu jeht schon endlich
weiter, verdammt!“ Aber wäre zufällig eine Schnecke mit
eingestiegen, hätte sie die Fahrgäste überholt.
„Nu reicht et aba. DURCHTRETEN!“ Im Nu scheuchte
sie alles, was noch vor ihr war, bis in die entfernteste Ecke
und war dem Rollstuhlfahrer beim einsteigen behilflich,
nicht, bevor sie lauthals brüllte:„wennick so langsam
fahre wie ihr looft, denn kommwa heute nie an.

„DURCHTRETEN !“

Der Rest der Fahrt klappte einwandfrei.
„Jetze aba, die war absolute Spitzenklasse!“

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