SPLITTER (29)

a wo isser denn?

Ich sage es doch immer: Ordnung ist eine wichtige Voraussetzung, alles in den Griff zu bekommen resp. zu behalten. Eine beliebte Ordnungsmaßnahme ist z.B., alles was herumliegt und irgendwie mit Buchstaben versehen ist, aber im Moment unwichtig, kommt in einen Ablagekorb. Und der steht (wo?), Na doch, gelegentlich taucht er auf. Und da sehe ich dann gewissenhaft nach, ob es sich von selbst erledigt hat, möglicherweise noch zu erledigen wäre oder nur einen gewissen Erinnerungswert hat. Und nach Prüfung kommt alles wieder rein in die Kiste bis zur nächsten Kontrolle. Man kann ja nie wissen. Und oft wundert man sich ja auch, was da so alles zum Vorschein kommt.

Heute ist ein grauer, nieseliger Tag. Der Blick aus dem Fenster ist ausgesprochen unangenehm. Vorhin sind die zersägten Teile meiner Birke aufgeladen worden und auf dem Rasen liegen nach wie vor sämtliche abgefallen Blätter der Bäume in matschigem braun auf noch immer grünem Rasen, denn es ist ja kein Frost. Bei diesem Wetter werde ich entweder gemütskrank oder es überkommt mich der Übermut. Ich habe mich für die zweite Variante entschieden, nachdem ich in meinem Sammelkörbchen eine Seite gefunden habe, die das Datum vom 20.10.2010 trägt. Diese hat sich auf wunderbare Weise bis zum heutigen Tage der Vernichtung entzogen.

BEHÖRDEN WARNEN VOR GEFLÜCHTETEN YETIS

Die Waldbrände in Russland haben ungeahnte Folgen. Hoch offiziell teilte die Verwaltung des Gebiets Kemrow nun mit: Wegen der Feuer seien die Yetis in die Kussbas-Region ausgewandert. „Und nun nehmen die Yetis dort den Bären das Futter weg“, heißt es in einer Pressemitteilung.

(Von Christina Nagel, ARD-Hörfunkstudio Moskau)

Es war eine Pressemitteilung unter vielen – aber sie hatte es in sich. Ganz offiziell teilte die Verwaltung des Gebiets Kemerow mit: „Die Waldbrände haben die Schneemenschen gezwungen, aus dem Altai-Gebiet in die Kussbas-Region zu emigrieren. Dort nehmen die Yetis nun den Bären das Futter weg, sie stehlen Haustiere und Vieh.“ Auch die Experten des Internationalen Zentrums für Hominologie in Moskau, die sich ganz der Yeti-Forschung verschrieben haben, sind überzeugt, daß die schweren Waldbrände im Sommer den Yetis zu schaffen gemacht haben. In ihrem angestammten Gebiet gebe es keine Pilze und Beeren mehr. Daß – wie Skeptiker meinen, wohl eher Bären für den Viehdiebstahl verantwortlich sind, halten die Forscher übrigens für unwahrscheinlich. Es gebe eindeutige Fußspuren.

GIPSABDRÜCKE DER FUSSPUREN? ABER SICHER!

Gipsabdrücke solcher Yetispuren sind seit Neuestem auch im Ethnografie-Museum von Berg-Schori zu sehen. Die Direktorin Nadeschda Schichalewa präsentierte sie voller Stolz im russischen Fernsehen „Vor kurzem hat man bei uns in Berg-Schori Fußspuren von einem Schneemenschen gefunden. Es heißt, daß auch in der Asass-Höhle Spuren entdeckt wurden“, teilte sie dort mit. Interessierte können die Abdrücke unter fachkundiger Leitung besichtigen. Die Höhle und die Fußspuren. Die Yetis selbst lassen sich meist nicht blicken – weshalb es trotz aller Lebensbeweise noch immer kein Foto gibt, das ihre Existenz einwandfrei belegt.

SCHNEEMENSCHEN MIT KONZENTRIERTEM BLICK

Augenzeugen dagegen gibt es. Nadeschda Murtajewa beispielsweise, die angeblich einen Yeti im Wald traf. „Ich habe mich umgesehen und ihn bemerkt. Er war größer als die Bäume.“ (Persönliche Anmerkung: vielleicht sind sie durch die Tannenschonung gegangen.) „Sein Blick war sehr konzentriert, sehr gesammelt, aber auch vernünftig“, beschreibt sie die Begegnung. Andere Auserwählte – wie der staatliche Waldinspektor Michail Kriwoschejew – berichten von einer geradezu magischen Kraft, die von den Schneemenschen ausgehe: „Da stand etwas menschlich Aussehendes am Ufer. Ich bin mit dem Boot darauf zugefahren, plötzlich fingen meine Beine an zu zittern. Ich kriegte Gänsehaut. Und dann habe ich einen gewaltigen Energieschub bekommen.“ Skeptiker glauben hingegen, daß Szenen dieser Art eher dem Wodka geschuldet sind.

„VIELLEICHT BRAUCHST DU SALZ?“

Angesichts der Vielzahl von Augenzeugenberichten, Spuren und Wegmarkierungen sind die Behörden nun trotzdem vorsichtig geworden. Sie warnen nicht nur ganz offiziell vor dem emigrierten Yetis. Sie wollen nun sogar ein Schutzprogramm für Bären auflegen, denen die Schneemenschen das Futter wegnehmen.

Die Yeti-Forscher sorgen sich dagegen mehr um das Wohl ihrer Schützlinge.  Sie haben in der Höhle, in der die Yeti – Spuren gefunden wurden, ein Funkgerät hinterlassen, über das auch der örtliche Förster regelmäßig Hilfe anbietet: „Vielleicht brauchst du Brennholz, Streichhölzer, Salz oder etwas anderes? Wenn ja, gib uns ein Zeichen. Wir werden kommen und es mitbringen.“

 

Es gibt noch allerlei Hinweise zur Tagesschau und zu Kommentaren.

Natürlich hatte ich zunächst mal alles für eine Silvesterstory gehalten oder anläßlich der albernen Scherze zum 1. April. Nun habe ich die Probe aufs Exempel gemacht. Steht alles im Internet. braucht man nur nachzusehen. Unter der ersten Überschrift. Viel Spaß!

Und einer meiner zündenden Einfälle: so eine Handvoll Yetis ab in die Ukraine, und eins, zwei, drei kehrt wieder Ordnung ein!

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